Zinsen, Rendite, Dividende und Inflation. Wir erzählen, was Sie wissen müssen.

07.06.2022

4 min Lesezeit

Investition | Finanzen

Die Inflation steigt und steigt. Das ist gut für Kreditnehmer und schlecht für Sparer. In der Vergangenheit war es regelmäßig so, dass zur Eindämmung der Geldentwertung die Sparzinsen angehoben wurden und somit eine Realverzinsung erreicht wurde.

Der Kapitalmarkt hat auch diesmal bereits eine Zinssteigerung vorweg genommen -die Europäische Zentralbank hat noch nicht reagiert-. Die Kapitalmarktzinsen -das sind Zinsen für Bindungen länger als 1 Jahr- sind gestiegen. Eine zehnjährige, erstklassige Staatsanleihe in Euro bringt eine Verzinsung von etwa 1 % p.a. In Relation zur aktuellen Inflation von nahe 8 % ist das ein großer realer Verlust. Keine Realverzinsung! Damit ist klar: Kapitalerhalt oder gar -ausbau ist mit Zinspapieren aktuell nicht möglich. Im letzten Blog haben wir dieses Phänomen näher beschrieben und auch Lösungen aus dieser Situation dargestellt.

Wenn Sparbuch, Festgeld und bonitätsstarke Anleihen keinen Kapitalerhalt ermöglichen, müssen Sie nach anderen Wegen suchen. Wenden wir uns also deshalb den Unternehmensbeteiligungen -Aktien- und deren Auszahlungen -Dividenden- zu.

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Was ist eigentlich eine „Dividende“?

Das Wort „Dividendum“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „das zu Teilende“. Das Unternehmen teilt also den erwirtschafteten Gewinn. Diese Erfolgsbeteiligung erhalten die Inhaber, sprich die Aktionäre.

Das ist der Grundsatz. Darüber hinaus beginnen bereits die Unterschiede. Wie viel vom erzielten Gewinn wird ausgeschüttet? Wie oft zahlt das Unternehmen die Dividende? Was ist die Dividendenrendite? Was ist die Dividenden-Steigerungsrate? Was ist ein Dividenden-Aristokrat? Was ist die persönliche Dividendenrendite? Wieso hilft die Dividende dauerhaft gegen Inflation? Welche Unternehmen sind für die Investition geeignet? Fragen über Fragen. Unsere Berater beantworten diese gerne. Oder Sie lesen weiter und vereinbaren dann einen Termin.

Wir besprechen jede einzelne Frage. Kurz, einfach und nachvollziehbar. Versprochen.

Verteilen die Unternehmen den gesamten Gewinn?

Normalerweise nicht. Die Ausschüttungsquote variiert sehr und hängt von vielen Dingen ab. Manche Unternehmen zahlen keine Dividende und reinvestieren den erzielten Gewinn. Andere Aktiengesellschaften zahlen traditionell einen hohen Anteil aus. Es kommt sogar vor, dass ein Konzern -im besonderen Fall- mehr an die Aktionäre auszahlt als es verdient hat. Dies würde aus den Reserven erfolgen. Kommt aber sehr selten vor. Damit soll den Aktionären signalisiert werden: „Das letzte Jahr war schlecht, aber Eure Dividende ist sicher.“ Klar ist: eine Dividendenrendite von 2 % von einem Unternehmen, welches nur 20 % der erzielten Gewinne ausschüttet, ist besser als 2 %, wenn das der gesamte Gewinn ist. Bei der Auswahl der Aktien sollte man deshalb auch die Ausschüttungsquote betrachten. Wir machen das!

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Wie oft zahlen Aktiengesellschaften eine Dividende?

Deutsche und österreichische Konzerne zahlen einmal jährlich. Britische meist zweimal pro Jahr und amerikanische sogar viermal. Dann gibt es Unternehmen, die eine sogenannte Stock-Dividende anbieten. Sie kommen oft aus den Niederlanden, Frankreich oder Großbritannien. Statt cash aufs Konto erhalten Sie weitere Aktien der Gesellschaft.

Was ist die Dividendenrendite (DR)?

Börsen- und Informationsdienste weisen oftmals täglich die aktuelle DR aus. Dabei wird der aktuelle Börsenkurs der entsprechenden Aktie

  • mit der letztjährigen Ausschüttung
  • oder mit der erwarteten Dividende

ins Verhältnis gesetzt.

Bei sehr guten Unternehmen steigen die absoluten Dividenden (fast) jährlich oder sie bleiben wenigstens gleich -naja-. Sie sollten keinesfalls geringer werden oder gar ausfallen. Das ist ein schlechtes Zeichen und muss genau hinterfragt werden. Wir machen das! Warum sind eigentlich gleichbleibende Dividenden „naja“? Die folgende Information ist für strategische und langfristige Anleger sehr wichtig: Wenn das Unternehmen gleichbleibend zB 1 € pro Aktie zahlt, dann verringert sich der reale Wert der Dividende jedes Jahr um die Inflation. Das war die letzten 10 Jahre weniger wichtig - bei den aktuellen Inflationsraten allerdings umso mehr. Also: steigende absolute Dividenden sind gesucht. Wir finden sie!

Was ist die Dividenden-Steigerungsrate (DSR)?

Das ist die Rate, mit welcher die Aktiengesellschaften in den letzten Jahren ihre Gewinnbeteiligung gesteigert haben. Und ja, sie ist wichtig! Ein sehr gutes Unternehmen sollte jedes Jahr -natürlich gibt es verständliche Ausnahmen- mehr verdienen. Warum sollten die Aktionäre „nur“ den Kursgewinn davon haben? Sehr gut ist, wenn die DSR über der Inflationsrate liegt. Das ist regelmäßig bei Konzernen mit starker Marktmacht so. Sie sind nämlich in der Lage, die Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Also: Suchen Sie nach starken Marken und Unternehmen. Wir machen das!

Was ist ein Dividenden-Aristokrat?

Das sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende ununterbrochen steigern. Klingt utopisch? Nein! Es gibt einige Aktiengesellschaften, die diese Voraussetzung erfüllen. Und es gibt viele, die fast immer erhöht haben. Auch hier hilft die DSR.

Was ist die persönliche Dividendenrendite?

Die „normale“ Dividendenrendite ist weiter oben erklärt. Was aber nun, wenn Sie ein strategischer und langfristiger Investor sind? Eine kleine Fallstudie soll es Ihnen näherbringen:

Sie haben bereits 1990 in 2.000 Aktien zu einem Preis von 5 USD pro Aktie in einen nichtzyklischen Lebensmittelkonzern investiert. Damals war die absolute Dividende 0,10 USD, also 2 % Dividendenrendite. Das Unternehmen schüttet aktuell 1,7 USD pro Jahr aus. Ihre persönliche Dividendenrendite beträgt also 34 %. Selbst wenn sich der Aktienpreis nie geändert hätte, würden Sie dieses Jahr eine Dividende von USD 3.400 erhalten, bei einem Kapitaleinsatz von USD 10.000. Die Auszahlung der Dividende ist aktuell 17-mal so hoch wie zum Zeitpunkt des Investments. Und ja natürlich: die Aktie kostet heute -also nach 32 Jahren- 60 USD pro Stück. Das entspricht einer Verzwölffachung. Das ist keine Ausnahme. Es handelt sich um ein sehr profitables Unternehmen. Es ist aber keineswegs ein außergewöhnliches Ergebnis. Bei Investitionen in renommierte und rentable Unternehmen läuft die Zeit für Sie. Nutzen Sie diesen Effekt.

Weshalb hilft eine Dividende dauerhaft gegen Inflation?

Sie hilft gegen Kaufkraftverlust Ihres Vermögens, wenn die DSR über der Geldentwertung liegt und/oder der Wert Ihrer Aktie zusätzlich gestiegen ist. Sie schützt Ihr Vermögen also dauerhaft vor Geldentwertung.

Die vorangegangenen Antworten haben verdeutlicht, dass es jedenfalls einer genauen Recherche bedarf, um die richtigen Unternehmensbeteiligungen -Aktien- zu finden. Sie können nicht einfach die Aktie mit der höchsten aktuellen Dividendenrendite kaufen. Das wäre zu einfach und falsch. Es hat zumeist Gründe, warum Konzerne deutlich mehr als der Mitbewerb zahlen.

Gibt es die eine Aktie, die ohne Risiko glücklich macht?

NEIN! Reich über Nacht ist und bleibt Zufall -Glück-. Wohlhabend werden geht mit Strategie und Geduld -und dem richtigen Partner. Wir haben die richtigen Antworten und den Partner für Sie. Auch jetzt, wenn die Inflationszahlen steigen. Ein Dividenden-Aktienfonds kann aktuell viele Probleme lösen, wenn er ausgewogen und intelligent realisiert wurde.

Reden Sie mit der stärksten Privatbank Österreichs. Wir freuen uns auf Sie.