Private Equity: Gute Gründe für eine Veranlagung in kleine und mittelständische Betriebe
28.05.2026
5 Minuten Lesezeit
Beteiligungen an kleinen und mittelständischen Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind, erzielten in der Vergangenheit höhere Renditen als deren große Pendants und erwiesen sich in Krisen als besonders widerstandsfähig. Dennoch ist dieses Segment in den Portfolios vieler professioneller Investoren oft unterrepräsentiert.
Private Equity hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Für institutionelle und semi-institutionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen und Family Offices bietet sie die Möglichkeit, an der Entwicklung nicht börsennotierter Unternehmen zu partizipieren und Portfolios über traditionelle Anlageklassen hinaus zu diversifizieren. In vielen Portfolios liegt der Anteil mittlerweile zwischen zehn und 20 Prozent. Als langfristig orientierte und illiquide Anlageklasse ist Private Equity dabei typischerweise mit einer Kapitalbindungsdauer von fünf bis sieben Jahren verbunden.
Große internationale Gesellschaften erhalten das meiste Kapital
Im Private-Equity-Bereich bevorzugen viele professionelle Investoren große, international agierende Häuser, die sich zunehmend auf Beteiligungen im Large-Buyout-Segment – also an großen Unternehmen – konzentrieren. Dahinter stehen vor allem strukturelle Gründe: Größere Fonds ermöglichen höhere Investitionssummen pro Beteiligung, größere Transaktionen binden Kapital schneller, und zugleich lassen sich die steigenden Anforderungen an Governance und Reporting effizienter erfüllen.
Demgegenüber unterscheiden sich Fonds im Small- und Mid-Buyout-Segment, also im klassischen Klein- und Mittelstand (KMU), strukturell deutlich. Ihre Fondsgröße ist bewusst begrenzt, da die Fondsmanager eng mit den Portfoliounternehmen zusammenarbeiten und aktiv zur Weiterentwicklung beitragen. Diese Form der Wertschöpfung setzt der Skalierbarkeit natürliche Grenzen.
Small/Mid-Market-Buyouts performen in vier von fünf volatilen Phasen am besten
Die Performance nach einer Marktverwerfung bezieht sich auf die Wertentwicklung während des jeweiligen Marktverwerfungs‑Zeitfensters. Die Performance vor der Marktverwerfung umfasst dagegen die Wertentwicklung in den beiden Quartalen unmittelbar vor Beginn des jeweiligen Marktverwerfungszeitraums.
Die Marktverwerfungsphasen sind wie folgt definiert: Dotcom‑Crash von September 2000 bis März 2003, Globale Finanzkrise von Dezember 2007 bis März 2010, Eurozonenkrise von März 2010 bis Juni 2012, Covid‑19‑Ausbruch von Dezember 2019 bis September 2020 sowie Rückkehr der Inflation von Dezember 2021 bis Dezember 2022.
Quelle: Preqin, eigene Berechnung. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keinen Rückschluss auf künftige Entwicklungen zu.
Bernadette Ules, Geschäftsführerin der GBG Private Markets berichtet: „Viele Portfolios professioneller Investoren weisen dadurch eine systematische Lücke im Bereich des Private‑Equity‑Exposures kleiner und mittelständischer Unternehmen auf. Gerade dieses Segment bietet jedoch nicht nur attraktive Einstiegspreise und substanzielle Wertschöpfungspotenziale, sondern auch ausgeprägte operative Hebelwirkungen und damit verbundene höhere Renditechancen.“
Die Überperformance von Small/Mid-Buyouts hat sich seit 2022 im Vergleich zu Large‑Cap‑, Venture‑ und börsennotierten Aktienmärkten deutlich verstärkt
Quelle: Preqin, Bloomberg finance L.P.
Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.
Chancen und Risiken im Vergleich
Historisch wurden im Small- und Mid-Buyout-Segment häufig höhere Renditen erzielt. Gleichzeitig erweisen sich kleine und mittlere Unternehmen auch in wirtschaftlich herausfordernden Phasen als vergleichsweise resilient. Hinzu kommt ihre zentrale volkswirtschaftliche Bedeutung:
Sie stellen weltweit rund 90 Prozent aller Unternehmen, mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze und gelten als wichtige Treiber von Wachstum und Beschäftigung. Dennoch bestehen auch in diesem Marktsegment Risiken – sie unterscheiden sich jedoch in Struktur und Ausprägung.
Im Large-Buyout-Bereich werden Transaktionen häufig mit höheren Fremdkapitalquoten finanziert. Das steigert zwar die Eigenkapitalrendite, erhöht aber zugleich das finanzielle Risiko – insbesondere bei steigenden Zinsen und volatilen Märkten. Zudem erfolgen Beteiligungen meist zu höheren Bewertungen, wodurch die Abhängigkeit von Marktzyklen verstärkt wird. Auch die Verkaufsmöglichkeiten sind eingeschränkter.
Im Small- und Mid-Buyout-Segment ist der Markt für Unternehmensverkäufe breiter und liquider. Neben strategischen Käufern kommen auch Finanzinvestoren und große Unternehmen als Erwerber infrage. Gleichzeitig erfolgen Investitionen häufig zu niedrigeren Einstiegspreisen, was das Renditepotenzial erhöht. In vier von fünf Marktphasen mit hoher Volatilität erwiesen sich KMU zudem als die leistungsstärkste Strategie (siehe Grafik).
Quelle: preqin.com, eigene Berechnungen. Zeitraum: 31.12.2000 - 31.12.2025. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keinen Rückschluss auf künftige Entwicklungen zu.
Zu den spezifischen Risiken von KMU zählen eine größere Abhängigkeit von Schlüsselpersonen sowie Kunden- oder Lieferantenkonzentrationen. Auch der Professionalisierungsgrad in Bereichen wie Controlling, Reporting oder IT kann variieren. Aber, so Ules: „Professionelle Fondsmanagementteams adressieren diese Risiken strukturiert – etwa durch Diversifikation, den gezielten Aufbau von Managementteams und klare Governance-Strukturen oder durch gezielte Zukäufe, die Abhängigkeiten reduzieren.“
GBG Private Markets bietet Zugang
Während also Large-Buyout-Transaktionen stärker von Marktzyklen und Finanzierungskonditionen geprägt sind, bietet das Small- und Mid-Buyout-Segment operativ beeinflussbare Wertsteigerungspotenziale. Damit stellt es eine sinnvolle Ergänzung bestehender Private-Equity-Allokationen dar.
Genau hier setzt GBG Private Markets als spezialisierter Anbieter an. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Auswahl und den Zugang zu Fonds mit Fokus auf KMU. „Unsere Stärke liegt in der präzisen Ergänzung bestehender Programme um genau jenes Segment, das historisch zu den wichtigsten Renditetreibern zählt“, erklärt Ules.
Dazu analysiert GBG Private Markets kontinuierlich das internationale Fondsuniversum und bewertet Fondsmanager nach klar definierten Kriterien. Das Unternehmen kann dabei auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung zurückgreifen. Ein weiterer Vorteil ist die Einbindung in die GRAWE Bankengruppe, die den Zugang zu einer leistungsfähigen Infrastruktur ermöglicht.
Erfolg mit Selektion und Diversifikation
Grund dafür ist die enorme Bandbreite der Ergebnisse im Private-Equity-Markt: Während Fonds im oberen Quartil deutlich zweistellige Renditen erzielen, erreichen Fonds im unteren Quartil häufig nur den Kapitalerhalt. Eine sorgfältige Auswahl der richtigen Fondsmanager und der Zugang zu diesen ist daher entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg.
Gleichzeitig streut GBG Private Markets das Kapital gezielt über verschiedene Fonds, Regionen in Europa und Nordamerika sowie Vintage-Jahre. So lassen sich Risiken reduzieren und stabile, langfristige Erträge erzielen.
Ein zusätzlicher, zunehmend wichtiger Baustein sind Sekundärmarkt-Investitionen. Dabei erwerben Fonds Anteile an bestehenden Private-Equity-Portfolios. Investoren steigen somit nicht in der Frühphase eines Fonds ein, sondern in bereits entwickelte Portfolios und profitieren von früheren Rückflüssen, höherer Transparenz und einer besseren Planbarkeit der Cashflows. Gleichzeitig verbessert sich die Diversifikation und damit die Grundlage für Anleger, „verlässliche, planbare und attraktive langfristige Renditen zu erzielen”, so Ules.
Glossar
Die GBG Private Markets GmbH tritt im Zusammenhang mit Private Equity als Emittentin auf.
Sie ist ein Tochterunternehmen der Schelhammer Capital Bank AG.
Schelhammer Capital wiederum tritt als Berater für Kunden und Anleger und Vertriebspartner der GBG Private Markets auf.
Die als „Linked Notes“ verbrieften Emissionen der GBG Private Markets sind Alternative Investmentfonds (AIF). Als Alternativer Investmentfonds-Manager (AIFM) obliegt der GBG Private Markets auch die Verwaltung der Linked Notes.
Im Allgemeinen investiert die GBG Private Markets in einen oder mehrere Ziel-Fonds und begibt die Linked Note als Schuldverschreibung auf den Ziel-Fonds. Der Ziel-Fonds selbst investiert wiederum eigenständig in konkrete Private-Equity-Fondsbeteiligungen. Die Wertentwicklung der Linked Note hängt im Wesentlichen von der Wertentwicklung des Ziel-Fonds ab. Nähere Informationen zu Chancen und Risiken eines Investments in Linked Notes finden Sie in den Emissionsprospekten: https://www.privatemarkets.at/produkte/
Hinweis zu Private Equity: Bei der Veranlagung in Private Equity sind im Vergleich zu herkömmlichen Anlageklassen (wie zB Fonds, Aktien oder Anleihen) zusätzliche Punkte zu beachten. Eine Veranlagung in Private Equity ist nur für qualifizierte Privatkunden möglich und steht daher nicht allen Personen offen (es sind bestimmte Kriterien zu erfüllen). Bei den überwiegenden Private Equity Veranlagungen besteht keine oder nur eine sehr eingeschränkte Möglichkeit, diese vor Ende der Laufzeit zu veräußern (wenn es möglich ist, oft nur mit größeren Abschlägen). Die Laufzeiten sind zudem in der Regel deutlich länger als bei anderen Investments und betragen in vielen Fällen zehn Jahre oder länger. Bitte beachten Sie in jedem Fall die jeweiligen Bedingungen des Produkts.
Hinweis: Diese Information ist eine Marketingmitteilung, welche von Schelhammer Capital ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handelns im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung dar. Sie erhalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die Informationen keinesfalls den Prospekt, welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlicht wird. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). Vergangene Auszeichnungen sind keine Garantie für den zukünftigen Erhalt von Auszeichnungen.