KI-Hype: Was man von Südkorea über Diversifikation lernen sollte

22.07.2026

5 Minuten Lesezeit

Aktien | Diversifikation

Die Kündigungen von kapitalbildenden Lebensversicherungen erreichen neue Höchststände. Wertpapierkredite verdoppeln sich in kurzer Zeit. Über 60 Prozent des Zuwachses dieser Darlehen gehen auf das Konto der Generation älter als 50. Das Geld wird im Aktienmarkt angelegt.

Was hat der Hype um KI-Aktien mit dem 18. Jahrhundert zu tun?

Hört sich Utopie an? Das passiert gerade in Südkorea. Viele Koreaner verkaufen ihre Lebensversicherungen oder nehmen Kredite auf, um die so gewonnene Liquidität in Aktien anzulegen. Im Regelfall in zwei Titel des inländischen Aktienmarktes: SK Hynix und Samsung.

Ist die Konzentration auf eine oder zwei Aktien oder ein Marktsegment gut?

Es ist durchaus möglich, dass in kurzer Zeit eine stattliche Rendite rausschaut. Wahrscheinlich ist es indes nicht. Seit 70 Jahren ist bekannt, dass zum Aufbau von Wohlstand drei wesentliche Dinge beachtet werden müssen:

  • Diversifikation
  • Korrelation
  • Time in the Market

Was versteht man unter Diversifikation?

Unter dem Begriff Diversifikation versteht man zunächst die Streuung auf verschiedene Assetklassen - wie Aktien, Anleihen, Private Equity, Gold, Immobilien und so weiter. Und danach die Streuung innerhalb dieser verschiedenen Anlageklassen - also eine Vielzahl verschiedener Aktien, Anleihen etc.

Wie diversifiziert man ein Portfolio?

Sie sehen zwei Beispiele für ein Portfolio zum Vermögensaufbau mit bis zu 75 Prozent Aktien und ein Portfolio für vorsichtigere Anlegerinnen und Anleger mit maximal 25 Prozent Aktien.

Die Darstellung ist exemplarisch und keine Empfehlung. Natürlich kann man zwischen 0 und 100 Prozent in Aktien anlegen. Das hängt wesentlich von Ihrer Risikobereitschaft, Ihrem Ertragsziel und Anlagehorizont ab. Darüber sprechen wir gerne persönlich - vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin mit unseren Vermögensexpertinnen und -experten.

Beispiel 1 - exemplarisches Portfolio mit bis zu 75 Prozent Aktien

Quelle: Eigene Darstellung

Beispiel 2 - exemplarisches Portfolio mit maximal 25 Prozent Aktien

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Wie könnte eine Diversifikation in der Assetklasse Aktien aussehen?

Man diversifiziert auf verschiedene Branchen und Regionen und achtet dabei auf die Gewichtung der einzelnen Aktien. Damit verteilt man seine Anlagesumme auf verschiedene Wirtschaftsregionen, -segmente und Währungen.

So könnte eine Diversifikation in der Assetklasse „Aktien“ aussehen

Quelle: Schelhammer Capital. Beide Grafiken zeigen die Asset Allocation des gleichen Aktien-Fonds im Juli 2026.

Wie könnte eine Diversifikation in der Assetklasse „Anleihen“ aussehen?

Hier diversifiziert der Fondsmanager oder Vermögensverwalter auf verschiedene

  • Laufzeiten,
  • Währungen,
  • Schuldnern und
  • damit das Emittentenrisiko

Die folgenden drei Grafiken sind eine Momentaufnahme von Mitte Juli 2026 und zeigen die Verteilung des investierten Vermögens eines Anleihefonds. Der Fonds investiert aktuell in 150 verschiedene Anleihen.

Quelle: Schelhammer Capital. Alle drei Grafiken zeigen die Asset Allocation des gleichen Anleihe-Fonds im Juli 2026.

Was bewirkt Korrelation in einem Portfolio?

Nachdem wir uns ausgiebig mit der Diversifikation beschäftigt haben, wollen wir noch das Thema Korrelation betrachten. In dieser ebenfalls sehr wichtigen Disziplin der Geldanlage geht es darum, zunächst die verschiedenen Anlageklassen so zu wählen, dass sie sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln.

Zur Verdeutlichung: Während Babynahrung und Windeln eine hohe Korrelation beim Einkauf aufweisen, sind Laufschuhe und Schnitzel völlig unkorreliert.

Es geht also darum, Assetklassen zu finden, die wenig korrelieren, um eine möglichst stabile Entwicklung darstellen zu können. Innerhalb der einzelnen Anlageklassen investiert man dann in Aktien oder Anleihen, die nicht alle Babynahrung verkaufen. Sondern eben auch Baustoffe, Medikamente, Kleidung, Software, Energie, Kommunikation, Computer-Chips …

Bei Anleihen wählt der Vermögensverwalter unterschiedliche Laufzeiten, Währungen und Schuldner.

Was ist mit Time in the market gemeint?

Im Bereich der Geldanlage und Investition ist die Zeit Ihr guter Freund. Je länger Sie in einer Qualitätsaktie (= in ein Qualitätsunternehmen) investiert sind, desto mehr werden Sie sich an der Entwicklung erfreuen. Eine Vervielfachung über einen Zeitraum von 20 Jahren ist keine Seltenheit.

Eine Performance von durchschnittlich sieben Prozent per annum bedeutet eine Verdopplung in zehn Jahren, eine Vervierfachung in 20 Jahren, eine Verachtfachung in 30 Jahren … Legen Sie € 20.000 in Wachstumsunternehmen für Ihren Enkel oder Ihre Enkelin an. Er oder sie werden etwa € 1.400.000 bekommen, wenn sie oder er in sechzig Jahren in Pension geht.

Investieren Sie immer, wann Sie können und bleiben Sie dem Markt treu - auch wenn es gerade unsicher erscheint.

Was hat das Verhalten der koreanische Anleger mit dem 18. Jahrhundert zu tun?

Viele koreanische Anlegerinnen und Anleger vergessen gerade die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte im Bereich Geldanlage und investieren in nur einem Land, einer Branche und nur in zwei Aktien. Das erinnert an den Tulpenwahn im Holland des 18. Jahrhunderts oder den Eisenbahnwahnsinn oder die Goldgräberstimmung in den USA oder den neuen Markt in Deutschland. Es gibt sehr viele Beispiele für dieses Verhalten. Das war alles schon mal da und kommt verlässlich immer wieder.

Machen Sie es besser. Es geht schließlich um Ihr Vermögen! Vereinbaren Sie einen kostenlosten und unverbindlichen Termin bei Schelhammer Capital, der stärksten Privatbank Österreichs.

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Hinweis: Diese Information ist eine Marketingmitteilung, welche von Schelhammer Capital ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handelns im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung dar. Sie erhalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die Informationen keinesfalls den Prospekt, welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlicht wird. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). Vergangene Auszeichnungen sind keine Garantie für den zukünftigen Erhalt von Auszeichnungen.