
Dividenden in Europa auf Rekordhoch: So profitiert Ihr Vermögen
01.04.2025
4 Minuten Lesezeit
Es herrscht Flaute in der europäischen Wirtschaft. Paradox erscheint die Situation für Aktionäre. Aktienkurse und Dividenden steigen seit Jahresbeginn. Wäre es nicht aufgrund der Wirtschaftslage logisch, wenn die Aktienkurse europäischer Unternehmen fielen und sie ihre Dividenden reduzieren würden? Das passiert aber nicht. Warum die Gewinnausschüttungen – Dividendenzahlungen - ein weiteres Rekordjahr verzeichnen und wie Sie Dividenden für Ihr Vermögen nützen, erfahren Sie in diesem Blog.
Dividendensaison 2025: Wie viel Dividenden zahlen die europäischen Unternehmen?
2025 wird ein weiteres Rekordjahr für Dividenden. Jedes Frühjahr schütten viele europäische Unternehmen Teile Ihrer Vorjahres-Gewinne an ihre Aktionäre aus. Warum eigentlich im Frühjahr? Das Geschäftsjahr der meisten Aktiengesellschaften endet im Normalfall mit 31.12. eines jeden Jahres. Dann dauert es eine gewisse Zeit, bis die Bilanzen erstellt und testiert sind. Danach wird eine Hauptversammlung abgehalten und die Anleger (Aktionäre) stimmen – meistens - dem Vorschlag der Unternehmensleitung in Bezug auf die Dividende zu. Bis das alles passiert ist und das Geld an die Aktionäre fließt, ist es bereits März, April oder Mai.
In diesem Jahr werden die 414 Unternehmen, die im Index MSCI Europe enthalten sind, einen neuen Rekord an Dividenden ausschütten: € 459.000.000.000
In Worten: 459 Milliarden Euro.
Im Jahr davor waren es noch zirka 440 Milliarden Euro. Die Dividenden stiegen also um etwa vier Prozent. Die deutschen Unternehmen für sich genommen, zahlen 57 Milliarden Euro an ihre Aktionäre. Die österreichischen Aktiengesellschaften werden etwa 6,5 Milliarden ausschütten.
Die ATX-Unternehmen sind bezüglich ihrer Dividendenpolitik sehr anlegerfreundlich. Die Dividendenrendite beträgt 5,6 Prozent. Das ist fast doppelt so viel wie eine zehnjährige österreichische Staatsanleihe Zinsen oder das kurzfristige Festgeld zahlt. Die Besteuerung ist gleich. In beiden Fällen zahlen Sie die Kapitalertragssteuer.
Dividendenrendite = Rentabilität?
ABER Achtung: Die Dividenden-Rendite sagt nichts über die Rentabilität des Unternehmens aus. Die Aktiengesellschaft kann nur ein Prozent des Gewinns als Dividende auszahlen oder auch den gesamten Gewinn. Hierbei bleibt ein großer Gestaltungsspielraum für die Unternehmen.
Die Auszahlungsquote der österreichischen Unternehmen ist beispielsweise von durchschnittlich 32% im Jahr 2022 auf aktuell 53% angestiegen. Das heißt, derzeit wenden sie mehr Kapital auf, um die Höhe der Dividenden zu halten oder zu steigern.
Warum steigen die Dividenden, obwohl eine Wirtschaftsflaute herrscht?
Das ist tatsächlich eine sehr interessante Frage. In einer Rezession oder in einer schwach wachsenden Wirtschaft verdient die Mehrheit der Unternehmen natürlich weniger. Es gibt also weniger Gewinn zu verteilen. Ergo sollten auch die Dividenden fallen. Das passiert aber nicht.
Die Entwicklung der absoluten Dividende ist bei vielen Unternehmen wenig volatil und tendenziell nach oben gerichtet. Die Aktiengesellschaften wollen mit ihrer Dividendenpolitik Zuverlässigkeit und Stabilität signalisieren und damit ihr Unternehmen für Anleger attraktiv machen.
Die wichtige Erkenntnis ist: während Gewinne und Kurse der Unternehmen stark schwanken können, tun dies Dividenden weit weniger. Dividenden entwickeln sich viel stetiger und zuverlässiger als die Unternehmensgewinne.
Über die letzten Jahrzehnte hat sich gezeigt, dass Unternehmen eher zu einer Erhöhung der absoluten Dividende (in Geldeinheiten) neigen als zu einer Senkung. Auch für dieses Verhalten gibt es eine Kennzahl. Sie heißt Dividenden-Steigerungs-Rate. Je höher, desto besser für die Aktionäre. Die relative Dividenden-Rendite hingegen schwankt mit dem Aktienkurs.
Ein drastisches Beispiel soll das verdeutlichen.
Aktienkurs |
Kursänderung |
Absolute Dividende |
Dividendenrendite |
100 € |
|
3 € |
3 % |
80 € |
-20 % zu Zeile 1 |
3 € |
3,75 % |
150 € |
+50 % zu Zeile 1 |
3 € |
2 % |
Wenn Sie 1.000 Aktien dieses Unternehmens besitzen, bekommen Sie immer 3.000 Euro Dividende. Allerdings zeigt die gleiche Aktie in allen Beispielen eine andere Dividenden-Rendite. Nicht weil, die absolute Dividende sich verändert hat, sondern, weil der Wert der Aktie gestiegen beziehungsweise gefallen ist.
Sie sollten also weniger die Dividendenrendite betrachten als vielmehr die absolute Dividende. Sie ist die bessere Maßzahl für Ihre Planung. Dabei ist die stetige Entwicklung - Steigerung - sehr wichtig.
Wofür sollte man eine Dividendenzahlung planen?
Es handelt sich bei Dividenden um ein zusätzliches und steuerlich günstiges Kapitaleinkommen. Es ergänzt Arbeits- oder Alterseinkommen und gewinnt laufend an Attraktivität. Sie können es für unterschiedliche Dinge einsetzen.
- Zinseszinsen, also Aufbau weiteren Vermögens
- Ausbildung der Kinder oder Enkel
- Urlaubsgeld
- Lebenshaltung
- Zuschuss zur Pension
- …
Wie kann man mit Dividenden weiteres Vermögen aufbauen?
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des MSCI World Index mit (rot) und ohne Wiederanlage (schwarz) der Dividenden seit dem Jahr 2000. Beim Total Return Index wird die gezahlte Dividende wieder investiert. Der Unterschied in der Performance beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 50%. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass mit der Investitionszeit der Abstand immer größer wird. In diesem Fall ist die Zeit Ihr Freund und hilft maßgeblich bei der Entwicklung Ihres Vermögens.

Quelle: eigene Berechnung, baha - the information company
Was bringen Dividenden als Kapitaleinkommen?
Wenn Sie ein paar Jahre in die Zukunft denken, wird es deutlicher, was ein zusätzliches Kapitaleinkommen für Sie bedeuten kann. Aktuell kommen einige Entwicklungen zusammen, die Einkommen aus Kapitalvermögen vielleicht sogar notwendig machen werden, wenn Sie Ihren Lebensstandard in der dritten Lebensphase erhalten wollen. Und das sollte das Ziel sein. Eine genussvolle Zeit mit Reisen, Kultur und Erlebnissen.
Diese problematischen Entwicklungen sind:
- Wir werden zunehmend älter (das ist gut). Wir beziehen also länger die staatliche Pension
- Die gesetzlichen Pensionskassen leiden unter enormen demografischen Druck
- Immer weniger Erwerbstätige zahlen für immer mehr Pensionisten
In Österreich besteht das Einkommen in der Pension zu 82,2% aus der staatlichen Rente. Nur 4,4% sind kapitalgedeckt durch betriebliche oder private Vorsorge. Die restlichen 13,4% entstehen durch Arbeitsleistung.
Insbesondere der letzte Punkt ist problematisch. Wenn sich der Teil der staatlichen Pensionen in Österreich verändert, dann sinken die Einnahmen während der Pensionszeit drastisch und dauerhaft. Einnahmen aus anderen Quellen wie Kapital- oder Mieteinkommen helfen zu diesem Zeitpunkt stark.
Und es wird aufgrund der anderen genannten Punkte Änderungen geben müssen. Insofern: vorsorgen, vorsorgen, vorsorgen. Wann immer es geht.
Wie können Sie von Dividenden profitieren?
Von Dividenden-Aktien, deren Gewinnbeteiligungen und ihren vielen weiteren positiven Eigenschaften können Sie am besten mit einem Fonds profitieren. Dabei diversifizieren Sie gleichzeitig auf eine größere Anzahl globaler Aktien, die auch häufig zu den so genannten Dividenden-Aristokraten gehören. Der Link oben führt Sie zu weiteren sehr interessanten Aspekten im Bereich Dividenden. Er erklärt beispielsweise auch, was ein Dividenden-Aristokrat ist.
Schelhammer Capital als stärkste Privatbank Österreichs hilft Ihnen dabei, Ihr Vermögen zu bewahren und zu vermehren. Dividenden-Aktien sind ein möglicher Baustein von vielen – vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Private Bankerinnen und Bankern und lassen Sie sich beraten.
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