Dividenden: So profitieren Sie von Unternehmensgewinnen
20.02.2026
4 Minuten Lesezeit
Die sogenannte Dividenden-Saison beginnt im März. Die Aktien des europäische Aktienindex STOXX Europe 600 werden voraussichtlich 454 Milliarden Euro an Dividenden an die Aktionäre verteilen. Allein die 40 Unternehmen des Deutschen Aktienindex DAX werden in den nächsten Wochen etwa 53 Milliarden Euro in Form von Dividenden ausschütten. Für den DAX entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,8 Prozent.
Verschiedene Dividenden-Aktien konnten das Jahr 2026 stark beginnen. Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen und weshalb Sie 2026 in dividendenstarke Unternehmen investieren sollten, erzählt dieser Blog.
Das sollten Sie zum Thema Dividenden wissen:
- Die Dividenden-Saison im DAX bringt hohe Ausschüttungen, doch eine hohe Rendite allein ist kein Qualitätsmerkmal.
- Entscheidend sind nachhaltige Ausschüttungsquoten, stabile Geschäftsmodelle und steigende absolute Dividenden.
- Dividenden leisten historisch einen wichtigen Beitrag zur Gesamtperformance und wirken stabilisierend – besonders bei Wiederanlage durch den Zinseszinseffekt.
- Langfristig sind wachsende Dividenden zentral, da sie Inflation ausgleichen und die persönliche Dividendenrendite deutlich erhöhen können.
- Qualitätsunternehmen mit kontinuierlichen Dividendenerhöhungen (zum Beispiel Dividenden-Aristokraten) sind besonders attraktiv.
- Fazit: Erfolgreiches Investieren in Dividenden-Aktien erfordert sorgfältige Analyse, Strategie und Geduld – nicht die Jagd nach der höchsten aktuellen Dividenden-Rendite.
Was ist eine Dividende?
Das Wort „Dividendum“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „das zu Teilende“. Das Unternehmen teilt also den erwirtschafteten Gewinn. Diese Erfolgsbeteiligung erhalten die Inhaber, sprich die Aktionäre.
Das ist der Grundsatz. Darüber hinaus beginnen bereits die Unterschiede. Wie viel vom erzielten Gewinn wird ausgeschüttet? Wie oft zahlt das Unternehmen die Dividende? Was ist die Dividenden-Rendite? Was ist die Dividenden-Steigerungsrate? Was ist ein Dividenden-Aristokrat? Was ist die persönliche Dividendenrendite? Wieso hilft die Dividende dauerhaft gegen Inflation? Welche Unternehmen sind für die Investition geeignet? Fragen über Fragen. Unsere Beraterinnen und Berater beantworten diese gerne. Oder Sie lesen weiter.
Wir besprechen jede einzelne Frage. Kurz, einfach und nachvollziehbar. Versprochen.
Gewinnausschüttung: Verteilen die Unternehmen den gesamten Gewinn?
Normalerweise nicht. Die Ausschüttungsquote variiert sehr und hängt von vielen Dingen ab. Manche Aktiengesellschaften zahlen keine Dividende und reinvestieren den gesamten erzielten Gewinn. Das sind im Regelfall junge oder sehr stark wachsende Unternehmen. Andere Aktiengesellschaften zahlen traditionell einen hohen Anteil aus. Es kommt sogar vor, dass ein Konzern -im besonderen Fall- mehr an die Aktionäre auszahlt als er verdient hat. Dies würde aus den Reserven erfolgen. Kommt aber sehr selten vor. Damit soll den Aktionären signalisiert werden: „Das letzte Jahr war schlecht, aber Eure Dividende ist sicher.“ Klar ist: eine Dividendenrendite von 2% von einem Unternehmen, welches nur 20% der erzielten Gewinne ausschüttet, ist besser als 2%, wenn das der gesamte Gewinn ist. Bei der Auswahl der Aktien sollte man deshalb auch die Ausschüttungsquote betrachten. Wir machen das!
Wie wirken sich Dividenden auf den Ertrag bei Aktien aus?
Seit den 1980er Jahren verringert sich der Anteil der Dividenden am gesamten Anlageerfolg. Das liegt an den hohen Kursgewinnen. Die Grafik zeigt, dass das schon mal anders war und vergleicht die Ergebnisse jeweils in einer 10-Jahres Periode seit 1940 bis 2025. Der S&P 500 erzielte in den 2000er Jahren eine negative Performance. Deshalb kann kein Anteil der Dividende errechnet werden. Gleichwohl lag die DR für die gesamte Dekade bei 15 Prozent und sorgte damit nur für einen jährlichen Verlust kleiner 1%.
Man kann in dieser Grafik auch sehen, dass die Dividende für einen wesentlichen Teil der Gesamtperformance verantwortlich ist und sie außerdem (siehe 2000er) stabilisiert. Im Schaubild gehen wir davon aus, dass die erhaltenen Dividenden nicht erneut angelegt wurden. Die Grafik darunter zeigt die Kursentwicklung des S&P 500 mit und ohne Wiederanlage der Dividende seit 1989 und verdeutlicht, dass die Performance mit Wiederanlage der Dividenden doppelt so hoch ist.
Quelle: eigene Berechnungen, baha: the information company
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung Ihres Investments in den S&P 500, wenn Sie die Dividende wieder in das Unternehmen investiert haben (schwarze Linie) und wie sich die Investition entwickelt, wenn Sie die Dividende konsumieren (rote Linie).
Die schwarze Linie zeigt eine starke Outperformance. Der Grund dafür ist der "Zinseszins". Die Zeit ist bei Investments Ihr Freund.

Quelle: eigene Berechnungen, baha: the information company, 19.02.2026.
Ergebnisse vergangener Perioden lassen keinen verlässlichen Rückschluss auf künftige Entwicklungen zu.
Gibt es Fonds, die Ihnen die Suche nach einzelnen Aktien abnehmen?
Ja. Wir selbst verwalten ebenfalls einen solchen Fonds. Er heißt Schelhammer Capital Aktien Dividende und investiert im Februar 2026 global in 45 dividendenstarke Aktien. Der Fonds nutzt das Scoring von Schelhammer Capital.
Die Dividendenrendite der Aktien im Fonds Dividende beträgt im Februar 2026: 3,5 Prozent. Die geplante jährliche Ausschüttung liegt ebenfalls bei 3,5 Prozent.
Bitte beachten Sie die fondsbezogenen Hinweise am Ende des Blogs.
Achtung: Wenn Sie in Aktien mit starker Dividende investieren wollen, sehen Sie sich genau an, was sich sonst noch im Fonds befindet. Nur weil Dividende im Fondsnamen steht, bedeutet es leider nicht automatisch, dass nur in dieses Universum investiert wird.
Es ist nicht selten, dass Fondsmanager in aktuelle Besonderheiten investieren, ohne auf den Fokus des Dividendenfonds zu achten. So kommt es vor, dass über ETPs direkt in Rohstoffe investiert wird oder Zinspapiere gekauft werden.
Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Vermögensexpertinnen und -experten und lassen Sie sich die Einzelheiten zu diesem Fonds zeigen.
Wie oft zahlen Aktiengesellschaften eine Dividende?
Deutsche und österreichische Konzerne zahlen einmal jährlich. Britische meist zweimal pro Jahr und amerikanische sogar viermal. Dann gibt es Unternehmen, die eine sogenannte Stock-Dividende anbieten. Sie kommen oft aus den Niederlanden, Frankreich oder Großbritannien. Statt cash aufs Konto erhalten Sie wahlweise weitere Aktien der Gesellschaft.
Was ist die Dividendenrendite?
Börsen- und Informationsdienste weisen oftmals täglich die aktuelle Dividendenrendite (DR) aus. Dabei wird der aktuelle Börsenkurs der entsprechenden Aktie entweder
- mit der letztjährigen Ausschüttung
- oder mit der erwarteten Dividende
ins Verhältnis gesetzt.
Bei sehr guten Unternehmen steigen die absoluten Dividenden (fast) jährlich oder sie bleiben wenigstens gleich - naja. Sie sollten keinesfalls geringer werden oder gar ausfallen. Das ist ein schlechtes Zeichen und muss genau hinterfragt werden.
Warum sind gleichbleibende Dividenden „naja“? Die folgende Information ist für strategische und langfristige Anleger sehr wichtig: Wenn das Unternehmen gleichbleibend zB ein Euro pro Aktie zahlt, dann verringert sich der reale Wert der Dividende jedes Jahr um die Inflation.
Also: steigende absolute Dividenden sind wichtig.
Was ist die Dividenden-Steigerungsrate?
Die Dividenden-Steigerungsrate (DSR) ist jene Rate, mit welcher die Aktiengesellschaften in den letzten Jahren ihre Gewinnbeteiligung gesteigert haben. Und ja, sie ist wichtig! Ein sehr gutes Unternehmen sollte jedes Jahr -natürlich gibt es verständliche Ausnahmen- mehr verdienen. Warum sollten die Aktionäre also „nur“ den Kursgewinn davon haben? Sehr gut ist, wenn die DSR über der Inflationsrate liegt. Das ist regelmäßig bei Konzernen mit starker Marktmacht so. Sie sind nämlich in der Lage, die Preissteigerungen an die Verbraucher weiterzugeben.
Also: Suchen Sie nach starken Marken und Unternehmen.
Was ist ein Dividenden-Aristokrat?
Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende ununterbrochen steigern. Klingt utopisch? Nein! Es gibt einige Aktiengesellschaften, die diese Voraussetzung erfüllen. Und es gibt viele, die fast immer erhöht haben. Auch hier hilft bei der Auswahl der Aktien die DSR. Ein sehr gutes Beispiel folgt jetzt.
Was ist die persönliche Dividendenrendite?
Die normale Dividendenrendite ist weiter oben erklärt. Was aber nun, wenn Sie ein strategischer und langfristiger Investor sind? Eine kleine Fallstudie soll es Ihnen näherbringen:
Sie haben bereits 1990 in 2.000 Aktien zu einem Preis von weniger als 5 US-Dollar pro Aktie in einen amerikanischen nichtzyklischen Lebensmittelkonzern investiert. Damals war die absolute Dividende 0,20 US-Dollar, also 4 Prozent Dividendenrendite. Die Dividenden wurden kontinuierlich jedes Jahr gesteigert. Das Unternehmen schüttet dieses Jahr vermutlich 6 US-Dollar pro Aktie aus. Ihre persönliche Dividendenrendite beträgt also deutlich mehr als 100 Prozent. Selbst wenn sich der Aktienpreis nie geändert hätte, würden Sie dieses Jahr eine Dividende von 12.000 USD vor Kapitalertragssteuer erhalten, bei einem Kapitaleinsatz von 9.000 Dollar. Die Auszahlung der Dividende ist aktuell 30-mal so hoch wie zum Zeitpunkt des Investments. Das verändert die Dividendenrendite enorm.
Außerdem kostet die Aktie heute - also nach 36 Jahren - etwa 140 US-Dollar pro Stück. Das entspricht dem 28-fachen Ihres ursprünglichen Investments. Es handelt sich um ein sehr profitables Unternehmen und ist Teil des Schelhammer Capital Aktien Dividende. Die Performance ist aber keineswegs außergewöhnlich. Bei Investitionen in renommierte und rentable Unternehmen läuft die Zeit für Sie. Nutzen Sie diesen Effekt.
Haben Sie erraten, um welches Unternehmen es sich handelt?
Es handelt sich um Pepsico und hier sehen Sie die Entwicklung der Dividendenzahlung (linke Skala) und des Kurses (rechte Skala). Seit 1972/1973 erhöhte das Unternehmen jedes Jahr seine Dividende an die Aktionäre. Ein echter Dividenden-Aristokrat.
Quelle: baha: the information company. 19.02.2026.
Ergebnisse vergangener Perioden lassen keinen verlässlichen Rückschluss auf künftige Entwicklungen zu.
Wie hilft eine Dividende gegen Inflation?
Sie hilft gegen Kaufkraftverlust Ihres Vermögens, wenn längerfristig die DSR über der Geldentwertung liegt und/oder der Wert Ihrer Aktie zusätzlich gestiegen ist. Sie schützt Ihr Vermögen also dauerhaft vor Geldentwertung.
Die vorangegangenen Antworten haben verdeutlicht, dass es jedenfalls einer genauen Recherche bedarf, um die richtigen Unternehmensbeteiligungen - Aktien - zu finden. Sie können nicht einfach die Aktie mit der höchsten aktuellen Dividendenrendite kaufen. Das wäre zu einfach und leider auch falsch. Es hat zumeist Gründe, warum Konzerne deutlich mehr als der Mitbewerb zahlen.
Gibt es die eine Aktie, die ohne Risiko glücklich macht?
NEIN! Reich über Nacht ist und bleibt Zufall oder Glück. Wohlhabend wird man mit Strategie und Geduld - und dem richtigen Partner in Finanzfragen. Wir haben die richtigen Antworten und den perfekten Berater für Sie.
Reden Sie mit der stärksten Privatbank Österreichs. Wir freuen uns auf Sie!
Die (deutschsprachigen) Prospekte der genannten Fonds in ihrer aktuellen Fassung inkl. sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung sowie die wesentlichen Anlegerinformationen (Kundeninformationsdokument - „KID“) stehen den Interessenten bei der Security Kapitalanlage AG, Burgring 16, 8010 Graz und der Schelhammer Capital Bank AG, Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien, kostenlos zur Verfügung. Prospekte auch abrufbar unter www.securitykag.at/fonds/nachhaltige-fonds.
Jede Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden; ausführliche Informationen zu Risiken finden Sie im aktuellen Prospekt. Des Weiteren finden Sie Informationen zu Anlegerrechten in deutscher Sprache sowie Hinweise zu Chancen und Risiken unter Anlegerinformationen - Security Kapitalanlage AG.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Fonds können erhöhte Wertschwankungen aufweisen - beachten Sie den allenfalls im Prospekt angeführten Hinweis zur erhöhten Volatilität (v.a. bei Aktienfonds). Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein.
Hinweis: Diese Information ist eine Marketingmitteilung, welche von Schelhammer Capital ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handelns im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung dar. Sie erhalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die Informationen keinesfalls den Prospekt, welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlicht wird. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater).